
Durch alle Generationen haben die Ottobeurer Äbte Kunstwerke schwäbischer Meister gesammelt. Die Galerie ist heute nicht mehr vollständig, da sie durch die Säkularisation entweder in Staatsbesitz überführt oder versteigert wurde.
Zur 1200-Jahrfeier im Jahre 1964 gelang es der Direktion der bayerischen Staatsgemäldesammlungen, eine Zweigstelle in Ottobeuren mit Beständen des ehemaligen Reichsstiftes einzurichten.
Ausgestellt sind vorwiegend schwäbische und Allgäuer Altartafeln. Hervorzuheben sind hierbei der Meister der Ottobeurer Marientafeln (um 1450), die Flügelaußenseite mit der Marien-Verkündigung von der Hand eines Memminger Malers (um 1470) sowie ein Kalvarienberg-Bild aus dem Umkreis von Wolf Huber.
Bedeutend sind auch die Altarflügel aus der Werkstatt Hans Holbeins d. Ä., die aus dem Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld stammen.
Weitere Altartafeln kommen aus dem Umkreis Bernhard Strigels (um 1520). Von den barocken Malern sind Johann Georg de Hamilton (1672-1737), Giovanni Battista Pittoni (1687-1767) und Johann Georg Bergmüller (1688-1762) vertreten. Drei Werke der in Ottobeuren tätigen Familie Sichelbein ergänzen den Bestand.
Der Galerieführer ist im Klosterladen erhältlich!
Träger: Freistaat Bayern
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